European Authentic Weng Tjun Kung Fu Federation (EAWK Kung Fu) European Authentic Weng Tjun Kung Fu Federation (EAWK Kung Fu)
European Authentic Weng Tjun Kung Fu Federation (EAWK Kung Fu)

Weng Tjun philosophische Pfeiler

Bei der geschichtlichen Gründung des Weng Tjun wurde das Kampfkunst-System durch unterschiedliche philosophische Pfeiler geprägt und positiv beeinflusst.
 
Konfuzianismus

Der Konfuzianismus beinhaltet das gegenseitige Respektverhältnis und Loyalität zwischen Lehrer und Schüler, dies ist jedoch unabhängig vom Alter des Schülers bzw. auch des Lehrers.
Dein Sifu / Meister oder Dein Sihing / Lehrer sind da, um Dich im Weng Tjun zu unterrichten und Dir zu helfen, Weng Tjun Techniken und Formen in richtiger Weise auszuführen. Evtl. bist du in Deinem Beruf oder Deinem Hobby ein angesehener Profi oder Spezialist, aber vergiss bitte nicht: Dein Sifu oder Dein Sihing sind im Weng Tjun schon lange den Weg gegangen, den Du noch vor Dir hast.
Das heißt, dass der Schüler seinen Lehrer achten und respektieren soll und auf seine Ratschläge eingehen soll, im Gegenzug ist der Lehrer für die professionelle Entwicklung des Schülers verantwortlich und soll ihn mit der notwendigen Hilfe, Rat und Tat zur Seite stehen.

Weng Tjun ist eine alte chinesische Kampfkunst. Eine Verbeugung ist in China der Ausdruck von Anerkennung und Dankbarkeit gegenüber einer Person, die diese Geste auch verdient hat. In einer Weng Tjun Akademie bzw. Schule bedeutet die Geste der Verbeugung, die Achtung vor den Weng Tjun Vorfahren. Zu Beginn und zum Ende des Weng Tjun Unterrichts verneigen wir uns daher vor den Bildern der chinesischen Großmeistern, denn ihnen verdanken wir es, dass sie Weng Tjun weitergegeben haben und wir heute diese Kunst erlernen dürfen.

Wenn du etwas wissen möchtest, sprich sie bitte respektvollerweise mit ihrem jeweiligen Titel an.

Ein Schüler der sich über diese grundlegenden Regeln des gegenseitigen Respekts hinwegsetzt, kann von seinem Lehrer langfristig nicht akzeptiert werden und muss die Schule verlassen.

Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Lehrtradition. Im Weng Tjun heißt es, das ein Schüler zu Beginn der Ausbildung schnell bemerkt und die Erkenntnis erlangt, dass es ohne eigenes Bemühen kein Fortkommen gibt. Der Schüler muss sorgfältig mit sich und seinen Trainingspartnern trainieren und dabei an sich arbeiten, als Beispiel sei erwähnt, das trainieren der Formen vor dem Spiegel. Einzig und allein durch ständiges und unermüdliches trainieren kann der Schüler die Weng Tjun typischen Bewegungen erlernen und sich bestimmte Eigenschaften wie z.B. Gleichgewicht, Koordination, Standfestigkeit, Spannung, Entspannung und die richtige Atmung aneignen. Das Erkennen von Angriffen und Angriffsbewegungen ist dabei auch sehr wichtig.
Die Philosophie die dahinter steht, möchte den Schüler zur Willensstärke, Selbstständigkeit, Konzentration und dem richtigen Bemühen an sich zu arbeiten, jedoch auch zur Entschlossenheit sich zu verteidigen erziehen, falls es zu einer Selbstverteidigungssituation kommen sollte. Willenskraft und Resolutheit ist das Ziel.

Daoismus

Der Daoismus hat großen Einfluss auf die Kampfkunst Weng Tjun. Die Philosophie des Daoismus lehrt uns, Kraft nicht mit Gegenkraft zu begegnen, sondern sie für sich zu nutzen. Weichheit und Nachgiebigkeit besiegen die reine Kraft. Im Training bemerkt der Schüler schnell in der eigenen Erfahrung die Stimmigkeit zwischen Gegegnsätze, wenn er die Weng Tjun Prinzipien umsetzt - Weiche absorbierende Weng Tjun Bewegungen und federartige aber hart durchgeführte Gegenangriffe mit geliehener Kraft -. Schnell und völlig unabhängig von einander müssen unser Gliedmaßen herrschende Kräfte und dynamische Bewegungen in wechselnder Wirkung Spannung und Entspannung lernen. Die daoistische Naturphilosophie und Prinzipien lassen sich in fast allen lebensbereichen ergolgreich übertragen.